KI-Advanced

KI-Advanced für Mitarbeitende

Dasselbe Vorgehen, zwei sehr verschiedene Ergebnisse — und keine Erklärung dafür. Dieser Aufbaukurs macht aus Zufallstreffern eine Arbeitsweise.

Ausgangslage

Es läuft. Nur nicht zuverlässig.

Wer täglich mit diesen Werkzeugen arbeitet, kennt die Situation: Am Montag entsteht in wenigen Zügen ein Text, den man fast unverändert weitergeben kann. Am Donnerstag, bei einer vergleichbaren Aufgabe und einem sehr ähnlichen Vorgehen, kommt etwas heraus, das man vollständig neu schreiben muss. Woran der Unterschied lag, bleibt offen — und genau diese Unerklärlichkeit ist das eigentliche Problem, nicht der schlechtere Text.

Denn solange nicht nachvollziehbar ist, warum etwas gelingt, lässt sich das Gelungene nicht wiederholen. Man beginnt bei jeder Aufgabe wieder von vorne, probiert herum, korrigiert nach und stellt am Ende fest, dass die Bearbeitung länger gedauert hat als das blosse Selberschreiben. Wer an diesem Punkt ist, hat kein Wissensproblem mehr, sondern ein Methodenproblem.

Dieser Aufbaukurs setzt dort an. Er wiederholt nichts aus dem KI-Starter für Mitarbeitende, sondern befasst sich mit dem, was danach kommt: Beurteilung, Wiederholbarkeit und die Frage, wann man besser aufhört.

Im Kurs

Beurteilen, wo Sie selbst der Massstab sind.

Der erste Teil dreht sich um Qualitätsbeurteilung im eigenen Fachgebiet. Solange es um überprüfbare Angaben geht, ist die Sache einfach: nachschauen. Schwierig wird es dort, wo es keine Quelle gibt, gegen die sich prüfen lässt — bei einer Einschätzung, einer Priorisierung, einer Formulierung gegenüber einem heiklen Gegenüber. Dort sind Sie selbst der Massstab, und das Werkzeug klingt trotzdem so, als hätte es einen besseren.

Wir üben deshalb eine Beurteilung, die nicht am Sprachgefühl hängt: Welche Annahmen hat das Ergebnis stillschweigend getroffen. Was fehlt darin, was eine erfahrene Person aus Ihrem Bereich erwähnt hätte. An welcher Stelle ist der Ton zwar korrekt, aber für den konkreten Adressaten unpassend. Diese drei Fragen decken erfahrungsgemäss mehr auf als jedes erneute Durchlesen.

Der zweite Teil macht aus Einzelfällen Wiederholbares. Eine Anfrage, die einmal gut funktioniert hat, ist ein Ergebnis; eine festgehaltene Vorgehensweise ist ein Werkzeug. Wir zeigen, wie sich das Gelungene so festhalten lässt, dass es beim nächsten Mal wieder greift — mit klar getrennten Bestandteilen für das, was gleich bleibt, und das, was jedes Mal wechselt.

Der dritte Teil betrifft die Arbeit mit eigenen Unterlagen. Statt jede Aufgabe im leeren Feld zu beginnen, geben Sie dem Werkzeug mit, woran es sich ausrichten soll: bestehende Vorlagen, frühere Fassungen, interne Sprachregelungen. Wir gehen durch, welche Unterlagen sich dafür eignen, wie man sie zuschneidet und woran man merkt, dass zu viel mitgegeben wurde und das Ergebnis dadurch beliebig wird.

Der vierte Teil ist der unbequemste: aufhören. Es gibt einen Punkt, ab dem jede weitere Nachbesserung teurer ist als die Aufgabe selbst zu erledigen. Diesen Punkt erkennt man nicht am Gefühl, sondern an Anzeichen — dass sich die Korrekturen im Kreis drehen, dass man dem Werkzeug bereits die Lösung diktiert, dass mehr Zeit ins Beschreiben als ins Arbeiten fliesst. Wir schauen diese Anzeichen konkret an und üben den bewussten Abbruch.

Danach

Weniger Schwankung, mehr Erklärbarkeit.

Die Ergebnisse werden nicht auf einen Schlag besser, aber sie werden erklärbar. Wenn etwas misslingt, wissen Sie, an welcher Stelle es gekippt ist, und können gezielt dort ansetzen, statt die ganze Anfrage neu zu formulieren. Diese Nachvollziehbarkeit ist der eigentliche Gewinn.

Dazu kommt ein wachsender Bestand an eigenen Bausteinen. Aufgaben, die vorher jedes Mal Kopfarbeit verlangten, laufen über ein festgehaltenes Vorgehen, das Sie selbst gebaut haben und deshalb auch anpassen können, wenn sich etwas ändert.

Und es gibt einen Effekt, den fast alle unterschätzen: Wer im Team erkennbar sicher damit arbeitet, wird gefragt. Kolleginnen und Kollegen kommen mit ihren Fällen vorbei, ohne dass jemand diese Rolle je vergeben hätte. Wir sprechen das im Kurs offen an und geben etwas an die Hand, damit daraus keine unbezahlte Nebenaufgabe wird: wie man Auskunft gibt, ohne die Arbeit zu übernehmen, und wann eine Frage in den Betrieb gehört statt an den Schreibtisch nebenan.

Voraussetzungen

Damit dieser Kurs etwas bringt.

Nötig ist laufende eigene Praxis. Nicht ein Zugang, der vorhanden ist, sondern Aufgaben, die Sie tatsächlich regelmässig damit erledigen. Ohne diese Praxis fehlt das Material, an dem gearbeitet wird, und der Kurs verliert seinen Zweck.

Nötig sind ausserdem eigene Fälle, die schiefgegangen sind. Wir arbeiten lieber an einem Ergebnis, das Sie verworfen haben, als an einem, das funktioniert hat. Bringen Sie also mit, was Sie geärgert hat, in anonymisierter Form und möglichst mit der Anfrage, die dazu geführt hat.

Hilfreich ist schliesslich Zugriff auf die Vorlagen und Muster, die in Ihrem Bereich ohnehin gelten. Genau daran richtet sich der Aufbau der wiederverwendbaren Bausteine aus.

Grenzen

Was hier nicht geschieht.

Es wird nichts entwickelt. Wir bauen keine Schnittstelle, richten keinen Assistenten ein und verbinden keine Systeme. Alles, was hier entsteht, entsteht in den Werkzeugen, die Sie ohnehin bedienen dürfen — technische Umsetzung gehört in ein Projekt und ist unter KI-Automatisierung beschrieben.

Er ersetzt auch keine fachliche Freigabe. Wer heute Ergebnisse gegenzeichnen muss, tut das nachher genauso. Sicherere Arbeitsweise verschiebt keine Zuständigkeit, und ein festgehaltenes Vorgehen ist kein Nachweis geprüfter Richtigkeit.

Und er beseitigt die Schwankung nicht vollständig. Diese Systeme antworten nicht immer identisch, das lässt sich mit keiner Methode abstellen. Der Unterschied liegt darin, dass Abweichungen auffallen und nicht unbemerkt in ein Dokument wandern.

Aufbaukurs anfragen
FAQ

Fragen zum Aufbaukurs

Wir dürfen keine internen Dokumente hochladen. Bleibt vom Aufbau dann noch etwas übrig?
Ja, der Teil verschiebt sich nur. Statt Unterlagen abzulegen, arbeiten wir mit ausgedünnten Fassungen: Struktur, Reihenfolge und Formulierungsmuster bleiben erhalten, die tatsächlichen Inhalte werden ersetzt. Das deckt einen grossen Teil des Nutzens ab, weil der wiederverwendbare Anteil meist in der Form steckt und nicht im konkreten Fall. Wo Ihr Betrieb eine freigegebene Umgebung mit eigener Ablage hat, richten wir es dort ein.
Ich bin die Einzige in meiner Abteilung, die so arbeitet. Lohnt sich das trotzdem?
Der Kurs funktioniert auch für Einzelne, hat dann aber eine zusätzliche Aufgabe: Sie brauchen eine Form, in der Ihre Arbeitsweise nachvollziehbar bleibt, wenn Sie ausfallen oder wechseln. Wir legen deshalb mehr Gewicht auf die schriftliche Ablage der Vorgehensweise als bei Gruppen aus einem Team, wo sich vieles mündlich ausgleicht.
Wie oft muss ich meine eingerichteten Bausteine überarbeiten?
Es gibt kein Intervall, sondern Anlässe. Überarbeitet wird, wenn sich die zugrunde liegende Vorlage im Betrieb ändert, wenn das Werkzeug erkennbar anders antwortet als früher, oder wenn Sie zweimal hintereinander stärker nachbessern mussten als üblich. Wir zeigen, wie Sie diese Anlässe erkennen, statt auf Verdacht alles regelmässig zu prüfen.
Kann ich den Kurs besuchen, wenn ich vieles autodidaktisch gelernt habe und den Starter nie besucht habe?
Ja, das ist sogar der häufigere Fall. Wir klären vorab in wenigen Fragen ab, was Sie tatsächlich schon tun. Erfahrungsgemäss fehlen bei Selbstlernenden weniger die Kniffe als die Einordnung: warum etwas funktioniert hat. Wo eine solche Lücke sichtbar wird, holen wir den betreffenden Punkt im Aufbaukurs kurz nach, ohne die ganze Vorstufe zu wiederholen.

Woran merken Sie, dass ein Ergebnis knapp daneben ist?

Genau diese Beurteilung ist der Kern des Aufbaukurses — an Ihren eigenen Fällen.

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