KI-Starter

KI-Starter für Mitarbeitende

Ein Werkzeug, das immer eine Antwort gibt, ist keines, dem man immer glauben darf. Dieser Kurs macht den Unterschied sichtbar — an Ihrer eigenen Arbeit.

Ausgangslage

Der Zugang ist da. Die Frage, wofür, ist offen.

Die meisten haben es inzwischen einmal ausprobiert. Eine Frage eingetippt, eine erstaunlich flüssige Antwort erhalten, kurz gestaunt — und danach ist es beim Ausprobieren geblieben. Nicht aus Desinteresse, sondern weil der Sprung von der Spielerei zur eigenen Aufgabe nirgends gezeigt wurde.

Dazu kommt eine Unsicherheit, über die im Betrieb selten offen gesprochen wird: Viele ahnen, dass hinter dem Thema die Frage nach Stellen steht. Das lässt sich nicht wegreden, und wir versuchen es auch nicht. Was sich sagen lässt: Wer versteht, was diese Werkzeuge leisten und wo sie zuverlässig versagen, redet über die eigene Zukunft aus einer besseren Position heraus als jemand, der das Thema meidet. Unwissen hat noch nie jemanden geschützt.

Dieser Kurs richtet sich deshalb an Menschen ohne Vorerfahrung und ohne technisches Interesse. Es wird nichts programmiert und nichts eingerichtet. Es geht um die Arbeit, die Sie ohnehin täglich machen.

Im Kurs

Was das Werkzeug tut — und was es nur so aussehen lässt.

Zuerst wird das Grundmissverständnis ausgeräumt. Diese Systeme schlagen wahrscheinliche Formulierungen vor; sie schauen nichts nach und wissen nichts über Ihren Betrieb, solange es ihnen niemand mitteilt. Das erklärt, warum eine Antwort makellos klingen kann und trotzdem eine Zahl, ein Datum oder eine Zuständigkeit enthält, die frei erfunden ist.

Daraus folgt der wichtigste praktische Teil: woran man das erkennt. Wir gehen die typischen Warnzeichen durch — auffällig glatte Passagen ohne Details, Angaben, die nirgends herkommen können, plötzliche Sicherheit bei Fragen, die im Betrieb selbst umstritten sind. Und wir üben den Gegengriff: nachfragen, die Quelle verlangen, dieselbe Aufgabe zweimal anders stellen und die Ergebnisse vergleichen.

Der zweite Block betrifft die Eingabe. Kundendaten, Personaldaten und Vertragsinhalte gehören nicht in ein solches Werkzeug — auch nicht «schnell», auch nicht «nur zum Umformulieren». Wir gehen durch, wie sich ein Fall so beschreiben lässt, dass die Aufgabe verständlich bleibt und die schützenswerten Angaben draussen sind, und woran Sie im Zweifelsfall erkennen, dass eine Angabe besser gar nicht eingegeben wird.

Der dritte Block ist Ihre Rolle. Wir nehmen zwei oder drei Aufgaben, die bei Ihnen wirklich anfallen, und arbeiten sie durch: eine wiederkehrende Antwort, eine Zusammenfassung, ein Text, der jedes Mal von vorne beginnt. Dabei zeigt sich, was eine gute Aufgabenbeschreibung ausmacht — Kontext, ein Beispiel, eine klare Vorgabe zur Form.

Danach

Was sich im Arbeitsalltag ändert.

Die sichtbarste Veränderung ist nicht Tempo, sondern Urteilsvermögen. Wer den Kurs hinter sich hat, übernimmt keine Antwort mehr, weil sie gut formuliert ist, und verwirft auch keine mehr, nur weil sie aus einem Programm kommt. Dazwischen liegt genau die Haltung, die im Alltag gebraucht wird.

Zweitens verschwindet die Hemmung. Ein grosser Teil der Nichtnutzung ist schlicht die Sorge, etwas falsch zu machen oder sich vor anderen zu blamieren. Wenn einmal gemeinsam ausprobiert wurde, fällt das weg — und damit auch der stille Vorsprung derjenigen, die sich ohnehin trauen.

Drittens entsteht eine gemeinsame Sprache im Team. Wenn alle dieselben Begriffe und dieselben Regeln kennen, muss nicht jede Frage einzeln geklärt werden, und niemand erfindet für sich eine eigene Praxis.

Voraussetzungen

Was Sie mitbringen müssen.

Erforderlich ist nur der sichere Umgang mit dem Computer, wie er im Alltag ohnehin nötig ist. Vorkenntnisse zu KI werden nicht vorausgesetzt, und wer noch nie ein solches Werkzeug geöffnet hat, ist hier richtig.

Hilfreich ist ein Zugang zu dem Werkzeug, das im Betrieb tatsächlich eingesetzt werden soll, damit im Kurs nicht an einer Umgebung geübt wird, die nachher nicht zur Verfügung steht. Und hilfreich sind ein paar anonymisierte Beispiele aus Ihrem Arbeitsalltag. Erfundene Aufgaben funktionieren im Kurs immer und im Betrieb selten.

Grenzen

Was dieser Kurs nicht abdeckt.

Er macht niemanden zur Fachperson für die Beurteilung von KI-Systemen. Ob ein bestimmter Dienst im Betrieb eingesetzt werden darf, entscheiden nicht die Teilnehmenden, sondern die Verantwortlichen — der Kurs vermittelt die Regeln, nicht die Befugnis.

Er behandelt auch keine Anbindung an Ihre Systeme. Wer erwartet, dass danach das Mailprogramm oder die Branchensoftware mit KI verbunden ist, wird enttäuscht; das ist ein Projekt und keine Schulung.

Und er ersetzt keine fachliche Kontrolle. Wo die Richtigkeit eines Textes rechtlich oder finanziell zählt, bleibt die Prüfung dort, wo sie heute liegt. Der Kurs verändert das Werkzeug im Ablauf, nicht die Verantwortung.

Wie es weitergeht

Wenn die Grundlagen sitzen.

Nach einiger Zeit im Alltag stellt sich meist dieselbe Beobachtung ein: Es funktioniert, aber nicht verlässlich. Genau dort setzt der KI-Advanced für Mitarbeitende an, der sich mit schwankender Ergebnisqualität, wiederverwendbaren Vorlagen und anspruchsvolleren Aufgaben befasst.

Ob und wann das sinnvoll ist, hängt davon ab, wie viel im Alltag wirklich genutzt wird. Wir schauen uns das lieber nach ein paar Wochen Praxis an, als beides im Voraus zu verkaufen. Einen Überblick über beide Stufen gibt die Übersicht zur KI-Schulung. Wer lieber allein statt in einer Runde beginnt, findet diesen Weg im KI-Einzelcoaching.

Schulung anfragen
FAQ

Fragen aus der Praxis

Muss ich vorher etwas installieren oder ein Konto anlegen?
Nein. Wir arbeiten mit dem Zugang, den Ihr Betrieb ohnehin bereitstellt; wo noch keiner existiert, stellen wir für die Übung eine Umgebung bereit. Sie müssen vorab nichts einrichten und nichts installieren.
Was ist, wenn ich im Kurs merke, dass ich langsamer bin als die anderen?
Das kommt vor und ist kein Problem, weil nicht im Gleichschritt gearbeitet wird. Es gibt keine Vorführrunde, in der jemand sein Ergebnis präsentieren muss. Wer eine Aufgabe nicht fertig bekommt, nimmt sie mit; wichtiger als das fertige Resultat ist, dass Sie den Ablauf einmal selbst durchlaufen haben.
Darf ich Beispiele aus meiner eigenen Arbeit mitbringen?
Ausdrücklich ja, sofern sie ohne Namen, Kundennummern und Vertragsdetails auskommen. Am nützlichsten sind wiederkehrende Aufgaben, die Sie regelmässig nerven — eine Standardantwort, die Sie jedes Mal neu formulieren, oder ein Protokoll, das immer gleich aufgebaut ist. An solchen Fällen zeigt sich der Nutzen schneller als an konstruierten Aufgaben.
Was mache ich, wenn mir nach dem Kurs im Alltag ein Ergebnis komisch vorkommt?
Nicht stillschweigend übernehmen und auch nicht stillschweigend verwerfen, sondern die Stelle festhalten und weitergeben. Was auffällt, ist für den Betrieb wertvoller als eine saubere Kursnotiz: Aus solchen Beobachtungen entstehen die internen Regeln, an denen sich später alle orientieren. Wir zeigen im Kurs, wie sich das mit wenigen Zeilen dokumentieren lässt.

Wer in Ihrem Team hat den Zugang, aber nutzt ihn nicht?

Meist fehlt nicht die Lizenz, sondern eine gemeinsame erste Stunde.

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