KI-Starter

KI-Starter für Unternehmer und Selbständige

Wer alles selbst macht, hat keine Zeit für Grundsatzfragen. Deshalb steht hier nicht das Mögliche im Zentrum, sondern das Lohnende.

Ausgangslage

Niemand, an den sich etwas abgeben liesse.

Im Einpersonen- und Kleinbetrieb gibt es keine IT-Abteilung, die etwas evaluiert, und keine Assistenz, die eine Einführung begleitet. Was eingeführt wird, führen Sie selbst ein, meistens abends, nachdem die eigentliche Arbeit erledigt ist. Jede Stunde, die dafür draufgeht, fehlt an einem anderen Ort.

Damit verschiebt sich die Frage. Für einen grösseren Betrieb ist relevant, was technisch möglich ist; für Sie ist relevant, wo sich Ihr eigener Lernaufwand zuerst auszahlt. Das ist keine kleinere Version derselben Frage, sondern eine andere.

Hinzu kommt, dass Sie alle Rollen gleichzeitig ausfüllen: Akquise, Ausführung, Rechnungsstellung, Ablage. Die Belastung entsteht selten durch eine grosse Aufgabe, sondern durch das ständige Umschalten dazwischen. Genau dort liegt der interessanteste Ansatzpunkt.

Im Kurs

Zuerst sortieren, dann ausprobieren.

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme Ihrer Woche. Was fällt regelmässig an, was frisst Zeit, ohne verrechnet zu werden, und was schieben Sie so lange vor sich her, bis es dringend wird? Erst diese Liste macht die Auswahl möglich; ohne sie führt jedes Werkzeug zur Frage, was man denn nun damit anfangen soll.

Danach gehen wir die typischen Bereiche im Kleinbetrieb durch. In der Akquise geht es um Anschreiben, um Nachfassen und darum, aus einer Ausschreibung schnell das Wesentliche herauszuziehen. Bei den Offerten um wiederkehrende Positionen und einen Entwurf, der auf Ihren eigenen Formulierungen aufbaut. In der Korrespondenz um Antworten, die Sie in einer ähnlichen Form ohnehin jede Woche schreiben. Und in der Administration um Ablage, Notizen und das Wiederfinden dessen, was vor vier Monaten vereinbart wurde.

Ein eigener Teil gilt der Frage, was mit Ihren Angaben geschieht. Als Selbständige oder Selbständiger sind Sie für den Umgang mit Kundendaten selbst verantwortlich, ohne interne Stelle, die das prüft. Wir schauen an, welche Angaben eingegeben werden dürfen, wie sich ein Fall beschreiben lässt, ohne die Kundschaft preiszugeben, und woran ein Dienst zu erkennen ist, der geschäftlich taugt.

Am Schluss steht die Priorisierung: eine Handvoll Anwendungen, sortiert danach, wie schnell sich der Aufwand zurückzahlt. Alles andere kommt bewusst auf eine zweite Liste, die warten darf.

Danach

Was sich im Betrieb ändert.

Sie haben eine begründete Reihenfolge statt eines diffusen Gefühls, etwas verpassen zu können. Das allein nimmt Druck heraus, weil sich damit auch begründen lässt, was Sie vorerst nicht anfassen.

Die Anlaufhürde für Schreibarbeit sinkt. Nicht, weil ein Programm besser formuliert als Sie, sondern weil ein Entwurf leichter zu überarbeiten ist als ein leeres Blatt. Bei allem, was ohnehin jede Woche in ähnlicher Form anfällt, ist dieser Effekt spürbar.

Und Sie können die Werbeversprechen einordnen, die auf Selbständige zielgenau niedergehen. Wer einmal gesehen hat, wie so ein Werkzeug arbeitet, erkennt schneller, welches Angebot ein reales Problem löst und welches vor allem ein Abonnement verkauft.

Voraussetzungen

Was es dafür braucht.

Technisch wenig: ein Gerät, mit dem Sie ohnehin arbeiten, und die Bereitschaft, während des Kurses etwas selbst einzutippen statt zuzuschauen. Vorkenntnisse werden nicht erwartet.

Inhaltlich braucht es dagegen Ehrlichkeit über den eigenen Ablauf. Wer nur die geordnete Version seiner Woche beschreibt, bekommt Empfehlungen für einen Betrieb, den es so nicht gibt. Am nützlichsten sind gerade die Stellen, die improvisiert laufen — die Notizen auf dem Handy, die Offerte aus dem alten Dokument, die Ablage, die nur Sie verstehen.

Grenzen

Wo Sie besser die Finger davon lassen.

Überall dort, wo die Einrichtung mehr Aufwand macht als die Aufgabe selbst. Eine Tätigkeit, die selten anfällt und jedes Mal anders aussieht, lohnt die Automatisierung nicht — Sie richten länger ein, als Sie je einsparen. Diese Rechnung wird im Kleinbetrieb regelmässig zugunsten der Technik geschönt.

Ebenso bei allem, wofür Sie fachlich geradestehen. Steuerliche Einschätzungen, rechtliche Formulierungen, verbindliche Zusagen an Kundschaft: Ein flüssig formulierter Vorschlag ist hier gefährlicher als gar keiner, weil er richtig klingt und der Fehler erst später auffällt.

Und dort, wo Ihre persönliche Handschrift das Verkaufsargument ist. Wer als Einzelperson auftritt, lebt von der eigenen Stimme. Ein geglätteter Text, der austauschbar klingt, kostet mehr, als die eingesparte Viertelstunde wert ist.

Wie es weitergeht

Wenn die ersten Anwendungen laufen.

Sobald ein paar Abläufe stehen, kommt fast immer dieselbe Frage: ob sich die Sache verbinden lässt — die Offerte mit der Ablage, die Anfrage mit der Nachverfolgung. Damit befasst sich der KI-Advanced für Unternehmer und Selbständige.

Wer den Schritt in Richtung Automatisierung ohnehin schon vor Augen hat, findet unter KI-Automatisierung den passenden Einstieg. Beide Schulungsstufen sind in der Übersicht beschrieben. Wer lieber allein und am eigenen Betrieb arbeitet, ist im Coaching zu zweit direkt am eigenen Betrieb.

Schulung anfragen
FAQ

Fragen von Selbständigen

Brauche ich dafür kostenpflichtige Werkzeuge oder reichen die Gratisversionen?
Für den Einstieg reicht in vielen Fällen eine Gratisversion, um überhaupt herauszufinden, wofür man das Ding braucht. Sobald geschäftliche Inhalte im Spiel sind, wird die Frage aber eine andere: Bei kostenlosen Angeboten ist häufig unklar oder ausdrücklich vorgesehen, dass Eingaben weiterverwendet werden. Wir schauen an, worauf beim Wechsel zu achten ist, ohne ein bestimmtes Produkt zu empfehlen.
Ich habe eine Treuhandstelle für die Buchhaltung. Wird die dadurch überflüssig?
Nein, und der Versuch führt meist zu Mehrarbeit. Sinnvoll ist die Gegenrichtung: die Vorarbeit so ordnen, dass die Treuhandstelle weniger nachfragen muss — Belege beschriftet, Sachverhalte in einem Satz erklärt, wiederkehrende Positionen einheitlich benannt. Das senkt den Aufwand auf beiden Seiten, ohne die fachliche Verantwortung zu verschieben.
Wie verhindere ich, dass mein Aussenauftritt nach Textbaustein klingt?
Indem Sie nichts unverändert übernehmen, was für Kundschaft bestimmt ist. Brauchbar ist der Rohentwurf, aus dem Sie streichen und in den Sie Ihre eigenen Formulierungen zurückholen. Wer den Vergleich machen will, liest eigene ältere Texte daneben — der Unterschied fällt sofort auf, und meistens ist die eigene Version die bessere.
Lohnt sich das auch, wenn ich mit meinem Betrieb ausgelastet bin?
Bei voller Auslastung ist der Nutzen selten das Wachstum, sondern die Randstunden: Korrespondenz am Abend, Nachfassen, Administration am Wochenende. Wer dort etwas gewinnt, gewinnt nichts an Umsatz, aber an Erholung. Ob sich der Lernaufwand dafür lohnt, entscheiden Sie — aber es ist ein anderes Argument als das übliche Wachstumsversprechen.

Welche Stunde Ihrer Woche würden Sie am liebsten zurückhaben?

Damit fängt das Gespräch an — nicht mit der Werkzeugliste.

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